Wenn Geschichte zum Leben erwacht
Die Sylter Museen geben einen wirklich unerwarteten Einblick in das Leben vor Ort in den vergangenen Jahrhunderten. Viele Häuser sind noch heute in Richtung Watt gebaut. Bier darf man noch heute zum Frühstück trinken. Und auch die Schatzsuche zwischen den Grabhügeln ist ein Überbleibsel aus der Vergangenheit. In den Museen erleben Sie Geschichten von Jägern und Sammlern, und sie alle scheinen bis heute möglich und realitätsnah zu sein.
Die Kampener Vogelkoje ist ein Sylter Original. Früher als Fanganlage für Enten konzipiert, ist sie heute ein Museum und ein Naturschutzgebiet. Vor über 250 Jahren ins Leben gerufen, liegt sie bis heute sehr idyllisch und vereint auf kleinem Raum alles, was man um die regionale Kulturgeschichte und die lokale Natur wissen muss. Ganz nebenbei genießen Sie einen unvergleichlichen Blick auf das nahe Wattenmeer.
Die Tinnum-Burg ist für Historiker bis heute ein Ort, der manches Geheimnis birgt. Wozu nämlich der Wall mit seinen 120 Metern Durchmesser wirklich benötigt wurde, ist bis heute nicht vollständig überliefert. Forscher gehen davon aus, dass es eine Kultstätte gewesen sein könnte. Heute ist dagegen klar, dass die Burg ein begehrtes Ziel für Wanderer ist. Wenn Sie sich für Grabhügel und Hünengräber interessieren, können Sie auf über 400 Überreste zurückgreifen, obwohl die Standorte der meisten Exemplare bis heute nicht mehr überliefert sind. Sicher ist aber, dass zum Beispiel der Harthoog und der Tipkenhoog direkt am Keitumer Kliff früher als Hünengräber fungierten.

Sylter Heimatgeschichten als Exklusivpaket
Wenn Sie sich für die Besonderheiten der regionalen Geschichte begeistern, ist auch das Sylter Heimatmuseum eine spannende Anlaufstelle. Auf den ersten Blick finden Sie hier abwechslungsreiche Kunstausstellungen, doch zwischen den einzelnen Veranstaltungen wurde ein spannender Brückenschlag zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart geschaffen. Besonders eindrucksvoll ist sicher das Kapitel zur Seefahrt, und wie Sie aus den Skeletten in den umliegenden Gärten unschwer entnehmen können, waren die Tiere schon damals beeindruckend groß.
Das Altfriesische Haus ist ein weiterer Überrest der Sylter Geschichte. Das alte Kapitänsdomizil gehörte im Jahr 1739 einer wohlhabenden Familie, es ist bis heute in seinem ursprünglichen Zustand weitestgehend erhalten. Ein Ausflug in die Küche, die das Wohnzimmer und in den Keller ist wie ein Ausflug in einer kleinen Zeitmaschine, denn die Räume wirken, als könnten die Bewohner jeden Augenblick zurückkommen. Wenn Sie sich für die lokale Geschichte der schönen Nordseeinsel erwärmen, darf ein Besuch im Altfriesischen Haus nicht fehlen.