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Insel Winter Wonderland

Das Sylter Winterwunder ist ein stilles, es kommt eher leise daher und wird allenfalls begleitet vom kleinen Klirren und frostigen Rascheln, das ein klarer Januarmorgen mit sich bringen kann.

 

Kein Geschrei, kein Getrommel, kein Tamtam

Eine über die Jahre langsam dahinschwindende eventfreie Zone tut sich auf, wenn die bunte Masse der Silvestergäste wieder abgereist und ihr Gelächter verhallt ist, wenn die Insel durchatmet und sich ein wenig gehen lässt. Einfach etwas später auf- und montags immer zumachen, jetzt drei Wochen in die Sonne abhauen, den Kindern klarmachen, dass es nun um die Wurst geht fürs Halbjahreszeugnis, das Appartement streichen, danach einfach mal gar nichts tun. Oder die riesigen Pfützen in den Dünentälern vor Hörnum und bei List im Auge behalten. Schon sehen sie wieder aus wie naturgegebene Kunstwerke, das erste gefrorene Weiß mäandert in sanften Wellen attraktiv über die tiefblaue Oberfläche, frech recken sich von der Morgensonne angestrahlte Schilfgrashalme filigran empor.

 

Schlittschuh laufen

Vielleicht, ganz vielleicht, könnte man schon bald wieder Schlittschuh laufen. Es klingt etwas absurd, weil es hier nur ganz, ganz selten so richtig kalt wird und den dafür nötigen Dauerfrost gibt, aber Sylter, vor allem die aus Sylt-Ost, sind große Kufenkünstler: Sie prügeln sich ausdauernd beim Eishockey auf den Teichen in den Wiesen, sie lieben es, wie die Holländer auf den Grachten über die Sielzüge zu flitzen, jedes Inselkind lernt vorwärts und rückwärst übersetzen, sobald es laufen kann. Und an manchen Tagen im Januar ist nichts auf der Insel so begehrt wie ein paar Schlittschuhe, Größe 40, hast du noch ein Paar, kann ich deine für eine Stunde, es gehen auch die von deinem Mann, dann zieh' ich dicke Socken an ...

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